Es war vor drei Jahren, an einem verregneten Oktobersonntag. Ich stand in meiner Küche, die Fenster waren beschlagen, und draußen hörte man das Windgeräusch, das typisch für den späten Herbst ist. Meine Familie saß am Tisch, trank heiße Suppe und fragte mich, wann ich endlich dieses „perfekte“ Brot backen würde, von dem ich so schwärmte. Ehrlich gesagt? Ich hatte es bisher immer nur halbherzig versucht. Das Ergebnis war entweder zu flach, zu sauer oder einfach nur… okay. Aber dieses Jahr war anders. Ich wollte kein normales Weißbrot mehr. Ich wollte etwas, das nach Herbst riecht, das sich schwer und ehrlich anfühlt und das die Tischgesellschaft an einen warmen Kamin erinnert. Also habe ich mich hingesetzt, meine Notizen gewälzt und das rustikale Erntebrot mit Kürbiskernen neu erfunden.
Das Ergebnis war nicht nur gut, es war ein Wendepunkt. Als ich die Kruste aufbrach, dieses charakteristische, knisternde Geräusch hörte und der Duft von gerösteten Kürbiskernen und geröstetem Mehl die Küche füllte, wusste ich: Das ist es. Das ist das Brot, das ich für Erntedank backen werde. Jedes Jahr. Seitdem habe ich das rustikale Erntebrot mit Kürbiskernen mindestens zwanzig Mal getestet. Ich habe die Hydratation angepasst, die Gehzeiten variiert und die Menge der Kerne optimiert. Und hier ist das Geheimnis: Es ist nicht kompliziert. Es erfordert Geduld, aber keine komplizierte Technik. Es ist das perfekte Erntedank Brot, das deine Gäste zum Träumen bringt, ohne dass du den ganzen Tag in der Küche stehen musst.
Vielleicht kennst du das Gefühl auch. Du willst etwas Besonderes für deine Gäste zaubern, aber hast Angst, dass es schiefgeht, weil Brotbacken oft als „kalt“ und technisch wahrgenommen wird. Vergiss diese Angst. Dieses Roggen-Kernbrot ist der Inbegriff von Herbstgemütlichkeit. Es ist rustikal, es ist nahrhaft und es schmeckt einfach nach „Zuhause“. Wenn du also nach einem Rezept suchst, das deine Erntedank-Feier aufwertet, ohne dich zu stressen, bist du hier genau richtig. Lass uns in die Küche gehen und gemeinsam dieses Meisterwerk backen.
Warum du dieses Erntebrot lieben wirst
Es gibt viele Gründe, warum dieses Brot mein täglicher Begleiter und der Star auf dem Festtafel geworden ist. Hier sind die konkreten Vorteile, die dich überzeugen werden:
Es ist unglaublich nussig und aromatisch — Dank der doppelten Portion Kürbiskerne (eine im Teig, eine oben drauf) entsteht ein Geschmackserlebnis, das weit über normales Brot hinausgeht. Die Kerne werden beim Backen butterweich und geben dem Brot eine tiefe, erdige Note, die perfekt zu Käse und Aufschnitt passt.
Es hält sich tagelang frisch — Im Gegensatz zu vielen Weizenbrot-Sorten, die nach einem Tag schon hart sind, bleibt dieses Erntedank Brot durch den hohen Roggenanteil und die Feuchtigkeit der Kerne bis zu vier Tage lang saftig. Ich habe es oft schon am vierten Tag noch mit etwas Butter und Honig genossen. Das ist kein Klischee, das ist Fakt.
Es ist einfach zu meistern — Du brauchst keine spezielle Maschine. Ein großer Topf oder eine Gussform reicht völlig. Die Teighandhabung ist einfach: kneten, gehen lassen, schieben. Es gibt keine komplizierten Faltungen, die du stundenlang üben musst. Ich mache diesen rustikalen Roggenkernbroten auch an Wochenenden, wenn ich nur wenig Zeit habe. Es ist mein „No-Fail“-Rezept.
Das Beste daran? Die aromaatische Kruste. Wenn du das Brot aus dem Ofen nimmst und auf ein Gitter stellst, wirst du das Knistern der Kruste hören. Dieses Geräusch ist Musik für die Ohren jedes Hobby-Bäckers. Es ist mein Antwort auf „Was gibt es zum Abendessen?“ wenn ich keine Lust auf Kochen habe, sondern nur auf ein paar Scheiben mit gutem Butter und einem Glas Wein.
Die Zutaten für dein perfektes Roggenbrot
Hier ist das Schöne an diesem Rustikale Erntebrot mit Kürbiskernen Rezept: Die Zutatenliste ist kurz und überschaubar. Du wirst wahrscheinlich fast alles bereits in deiner Speisekammer haben. Keine exotischen Zutaten, keine teuren Spezialmehle, die man nur im Internet bestellen kann. Hier ist, was du brauchst und warum jede Zutat wichtig ist:
Pumpernickel- oder dunkles Roggenmehl (500g / ca. 3 ½ Tassen) — Das ist das Herzstück. Pumpernickelmehl gibt dem Brot seine dunkle Farbe und den typischen, leicht süßlichen Roggengeschmack. Wenn du kein Pumpernickelmehl hast, nimm dunkles Roggenmehl (Typ 1370 oder 1150). Vermeide helles Roggenvollkornmehl, wenn du eine mildere Note willst, aber für das authentische „Erntebrot“-Feeling ist das dunkle Mehl unerlässlich. Ich empfehle die Marke „Müller“ oder „Harkort“, die sind in Deutschland sehr zuverlässig.
Weizenmehl (Type 550) (200g / ca. 1 ½ Tassen) — Reines Roggenbrot kann sehr schwer und dicht werden. Ein wenig Weizenmehl gibt dem Teig Struktur und hilft ihm, besser aufzugehen. Es macht das Brot etwas luftiger, ohne den rustikalen Charakter zu verlieren. Du kannst auch Vollkornweizen nehmen, wenn du es noch gesünder magst, aber Type 550 ist der Klassiker.
Kürbiskerne (150g / ca. 1 Tasse) — Ja, du brauchst viel davon. Die Hälfte kommt in den Teig, die andere Hälfte bleibt für die Oberfläche. Achte darauf, dass es ungesalzene, trockene Kerne sind. Wenn sie zu feucht sind, wird der Teig klebrig. Ich kaufe sie immer lose bei meinem lokalen Händler, das ist frischer als aus dem Plastikbeutel.
Wasser (400ml / ca. 1 ¾ Tassen) — Roggenmehl saugt extrem viel Wasser auf. Der Teig wird am Anfang sehr klebrig und nass aussehen. Keine Panke! Das ist normal. Das Wasser sorgt für die Feuchtigkeit im Brot. Wenn du den Teig zu fest knetest, wird das Brot wie ein Ziegelstein. Bleib locker.
Frischhefe (21g / 1 Päckchen) oder Trockenhefe (7g) — Frischhefe gibt dem Teig oft einen besseren Start, besonders bei kühleren Temperaturen. Trockenhefe ist praktischer, da sie länger haltbar ist. Beide funktionieren gut. Ich nutze Frischhefe, wenn ich das Brot am selben Tag backe, Trockenhefe für das vorbereitende Backen.
Sauerteig (200g) — Das ist das geheime Gewürz. Wenn du einen aktiven Sauerteig-Ansatz hast, nimm ihn. Er gibt dem Brot diese komplexe, leicht säuerliche Note, die man aus dem Bäckerladen kennt. Wenn du keinen Sauerteig führst, kannst du 200g Wasser durch 200g Sauerteig-Ansatz ersetzen oder einfach mehr Hefe verwenden (auf ca. 10g Trockenhefe erhöhen). Ein guter Sauerteig-Ansatz ist wie dieser Guide zum Sauerteig ansetzen beschrieben, aber für dieses Rezept reicht auch ein kleiner Rest aus deinem Vorrat.
Salz (10g / 2 Teelöffel) — Salz ist nicht nur zum Würzen da. Es stärkt das Klebergerüst und reguliert die Hefeaktivität. Ohne Salz würde der Teig zu schnell und unkontrolliert gehen. Sei nicht geizig mit dem Salz.
Optionale Zutaten: Honig oder Malzextrakt (1 Esslöffel) — Ein Löffel Honig oder Malzextrakt unterstützt die Gärung und gibt der Kruste eine schöne, dunkle Farbe. Ich mag Malzextrakt, weil es den typischen Brotgeschmack verstärkt. Honig ist eine gute Alternative, wenn du es etwas süßer magst.
Make-Ahead-Tipp
Du kannst den Teig am Vorabend anrühren und dann für 12–16 Stunden im Kühlschrank gehen lassen. Das nennt man „Cold Fermentation“. Das Ergebnis ist ein noch tieferes Aroma und eine bessere Verdaulichkeit. Einfach alles in die Schüssel geben, deckeln und in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Vormittag backen. Perfekt, wenn du das Brot zum Abendessen brauchst.
Die Ausrüstung, die du wirklich brauchst
Du brauchst kein teures Profi-Equipment. Brotbacken ist demokratisch. Hier ist, was ich tatsächlich verwende:
Ein großer, schwerer Topf mit Deckel — Am besten Gusseisen (wie ein Le Creuset oder eine günstigere Alternative wie ein „STAUB“ oder ein unbeschichteter Gusseisentopf). Gusseisen speichert die Hitze extrem gut und erzeugt den nötigen Dampf für die Kruste. Ein normaler Bräter aus Stahl funktioniert auch, aber Gusseisen ist besser.
Eine große Rührschüssel — Mindestens 5 Liter Fassungsvermögen, damit der Teig Platz hat zum Gehen. Ich nutze eine große Edelstahlschüssel, die ist robust und leicht zu reinigen.
Eine Backkarte oder ein Spatel — Da der Teig klebrig ist, brauchst du etwas, um ihn aus der Schüssel zu heben. Eine flexible Backkarte ist ideal. Ein Löffel geht auch, aber die Karte macht es einfacher.
Eine Backform oder ein Backstein — Wenn du keinen Gusseisentopf hast, kannst du das Brot auch auf einem Backblech backen. Forme den Teig zu einem Laib und lege ihn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Die Kruste wird dann etwas dünner, aber das Brot schmeckt trotzdem fantastisch.
Ein scharfes Messer oder eine Brotklinge — Um das Brot vor dem Backen einzuschneiden. Ein scharfes Messer ist wichtig, damit der Teig nicht zerquetscht wird, sondern sauber aufreißt.
So stellst du das perfekte Erntedank Brot her
Alles klar, lass uns anfangen! Ich gehe dich durch die Schritte, genau so, wie ich sie mache. Es ist einfacher, als du denkst.
Schritt 1: Die Zutaten mischen
In einer großen Schüssel Roggenmehl, Weizenmehl, Kürbiskerne, Hefe, Sauerteig (falls verwendet), Salz und Honig/Malz miteinander vermengen. Gieße dann das Wasser hinzu. Rühre alles mit einem Holzlöffel oder einer Backkarte zusammen, bis keine trockenen Mehlnester mehr zu sehen sind. Der Teig wird sehr klebrig und nass aussehen. Das ist in Ordnung! Decke die Schüssel mit einem feuchten Tuch oder einem Deckel ab. Lass den Teig für 30 Minuten ruhen. In dieser Zeit nimmt das Mehl das Wasser auf und der Teig wird etwas geschmeidiger. Pro-Tipp: Wenn der Teig nach 30 Minuten immer noch zu flüssig ist und sich nicht vom Schüsselrand löst, gib noch einen kleinen Löffel Mehl hinzu. Aber wirklich nur einen kleinen!
Schritt 2: Den Teig kneten
Nach den 30 Minuten nimmst du deinen Teig zur Hand. Da er klebrig ist, benetze deine Hände leicht mit Wasser. Nimm den Teig heraus und knete ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche für etwa 5–7 Minuten. Du musst den Teig nicht so fest kneten wie Weizenteig, sondern eher „falten“. Nimm den Teig, ziehe ihn auseinander, falte ihn über sich selbst und drehe die Schüssel. Wiederhole das. Du wirst sehen, wie der Teig glatter und elastischer wird. Die Kürbiskerne verteilen sich gleichmäßig. Leg den Teig zurück in die Schüssel, decke ihn ab und lass ihn für 1 Stunde an einem warmen Ort gehen. Er sollte sich etwas vergrößern, aber nicht doppelt so groß werden (Roggen geht weniger auf als Weizen).
Schritt 3: Die Formgebung
Nimm den Teig heraus. Forme ihn zu einem runden Laib. Ziehe die Oberfläche unter dem Teig zusammen, sodass eine straffe Haut entsteht. Lege den Laib in eine mit Mehl bestäubte Gärkörbchen (oder eine Schüssel mit einem sauberen, mehlbestäubten Tuch). Stelle sicher, dass die Nahtseite nach oben zeigt, wenn du den Teig später ausstürzen möchtest. Decke die Schüssel ab und lass den Teig für weitere 45–60 Minuten gehen. Er sollte sich sichtbar vergrößert haben. Drücke leicht mit dem Finger darauf: Wenn die Delle langsam zurückkommt, ist er fertig. Wenn er schnell zurückfedert, braucht er noch Zeit. Wenn er in sich zusammenfällt, ist er übergegangen.
Schritt 4: Den Ofen vorheizen
Stelle ein Gusseisen-Gefäß (mit Deckel) in den Ofen und heize auf 230°C Ober-/Unterhitze vor. Der Ofen und der Topf müssen wirklich heiß sein, bevor das Brot hineinkommt. Das erzeugt den nötigen Dampf für die Kruste. Heize mindestens 30–45 Minuten vor.
Schritt 5: Backen
Nimm den heißen Topf aus dem Ofen (Vorsicht, heiß!). Stürze den Teig vorsichtig in den Topf. Drücke die Kerne, die du für die Oberfläche übrig gelassen hast, sanft in die Oberseite des Brotes. Decke den Topf mit dem Deckel ab und backe das Brot für 20 Minuten bei 230°C. Danach nimmst du den Deckel ab und backe das Brot für weitere 20–25 Minuten bei 200°C, bis die Kruste dunkelbraun und knusprig ist. Wichtig: Wenn die Kruste zu schnell braun wird, decke das Brot mit Alufolie ab.
Schritt 6: Abkühlen
Nimm das Brot aus dem Topf und lege es auf ein Gitter. Lass es mindestens 1 Stunde komplett abkühlen, bevor du es anschneidest. Wenn du es heiß anschneidest, ist die Kruste weich und das Innere klebrig. Geduld belohnt sich hier enorm.
Gesamtzeit: ca. 3–4 Stunden (inkl. Gehzeiten), aber nur ca. 45 Minuten aktive Arbeit.
Tipps & Tricks vom Profi
Hier ist alles, was ich aus Dutzenden von Backversuchen gelernt habe. Diese Tipps machen den Unterschied zwischen „okay“ und „bäckermäßig“.
Der Dampf ist dein bester Freund — Wenn du keinen Gusseisentopf hast, platziere eine Schüssel mit kochendem Wasser auf dem Boden des Ofens, während das Brot backt. Der Dampf hilft der Kruste, sich auszudehnen, bevor sie verhärtet. Das Ergebnis ist ein höheres Brot mit einer dünneren, knusprigeren Kruste.
Kürbiskerne rösten für mehr Aroma — Ich rüste die Kürbiskerne oft kurz in der Pfanne ohne Fett an, bevor ich sie in den Teig gebe. Das freisetzt ihre ätherischen Öle und macht den Geschmack intensiver. Aber achte darauf, dass sie abgekühlt sind, bevor du sie zum Teig gibst, sonst tötest du die Hefe.
Das „Fenster-Test“-Verfahren — Um zu prüfen, ob der Teig genug geknetet ist, nimm ein kleines Stück Teig und ziehe es auseinander. Wenn es dünn durchscheint, ohne zu reißen, ist das Klebergerüst stark genug. Bei Roggenteig ist das schwieriger, da er weniger Gluten hat, aber ein guter Riss ist ein gutes Zeichen.
Häufiger Fehler: Zu wenig Wasser — Viele Anfänger geben zu wenig Wasser hinzu, weil der Teig zu klebrig wirkt. Aber Roggen braucht Feuchtigkeit. Ein trockener Teig führt zu einem harten Brot. Vertraue dem Rezept. Der Teig soll kleben.
Häufiger Fehler: Zu frühes Anschneiden — Ich weiß, es ist schwer zu warten. Aber wenn du das Brot heiß anschneidest, zerfällt die Krume. Warte die Stunde ab. Die Kruste wird dann perfekt knusprig.
Pro-Tipp: Die Kruste dunkler machen — Wenn du eine besonders dunkle, fast schwarze Kruste magst, wie bei einem echten Pumpernickel, gib einen Löffel Malzextrakt oder Kaffee ins Wasser. Das verstärkt die Farbe und den Geschmack.
Variationen & Anpassungen
Sobald du die Basis gemeistert hast, kannst du das Rustikale Erntebrot mit Kürbiskernen nach deinen Wünschen anpassen. Ich habe alle diese Varianten ausprobiert:
Nuss-Variation — Tausche die Kürbiskerne gegen Walnüsse oder Haselnüsse aus. Walnüsse passen hervorragend zu Roggen und geben dem Brot eine leicht bittere Note. Haselnüsse machen es etwas süßer. Ich liebe die Kombination aus Kürbiskernen und Walnüssen.
Vollkorn-Version — Ersetze das Weizenmehl durch Vollkornweizenmehl oder Dinkelvollkornmehl. Das macht das Brot noch nährstoffreicher und nährstoffreicher, aber die Krume wird etwas dichter. Füge dann einen Löffel mehr Wasser hinzu.
Leichte Version — Wenn du weniger Kalorien willst, reduziere die Menge der Kerne auf 50g und ersetze das Weizenmehl durch mehr Roggenmehl. Das Brot wird dann etwas kalorienärmer, aber immer noch sehr sättigend.
Glutenfreie Option — Dies ist schwierig mit Roggen, da er kein Gluten hat. Eine glutenfreie Version erfordert eine spezielle glutenfreie Mehlmischung und Xanthan. Ich empfehle, für glutenfreie Bedürfnisse ein separates Rezept zu verwenden, da die Hydratation und der Prozess komplett anders sind.
Protein-Swap
Füge 50g Leinsamen oder Chiasamen hinzu. Diese binden Feuchtigkeit und geben dem Brot zusätzliche Nährstoffe und Omega-3-Fettsäuren. Sie machen die Krume etwas dichter, aber sehr nahrhaft.
Servieren & Aufbewahren
Serviertipps — Schneide das Brot in dicke Scheiben und serviere es mit guter Butter, geräuchertem Lachs oder einem kräftigen Käse wie Bergkäse oder Gouda. Es passt auch hervorragend zu einer Herbstsuppe oder einem Salat. Zwei meiner Lieblingskombinationen sind: 1. Dicker Aufschnitt mit Senf und 2. Frischer Ziegenkäse mit Honig.
Kühlschrank — Bewahre das Brot in einem Brotkasten oder in einem Stoffbeutel auf. Im Kühlschrank wird es schnell trocken, also vermeide den Kühlschrank, es sei denn, du wohnst in einer sehr heißen Umgebung. Im Brotkasten hält es sich bis zu 4 Tage.
Aufwärmen — Wenn das Brot alt aussieht (was es nicht tun sollte, wenn es richtig gelagert ist), spritze es kurz mit Wasser an und lege es für 5 Minuten in den vorgeheizten Ofen bei 180°C. Die Kruste wird wieder knusprig, das Innere weich.
Frieren — Du kannst das Brot sehr gut einfrieren. Schneide es in Scheiben oder friere den ganzen Laib ein (in Frischhaltefolie und Alufolie eingewickelt). Es hält sich bis zu 3 Monate. Auftauen bei Raumtemperatur oder im Toaster. Das funktioniert hervorragend.
Häufig gestellte Fragen
Q: Kann ich das Brot auch ohne Sauerteig backen?
A: Ja, absolut. Wenn du keinen Sauerteig hast, erhöhe die Hefemenge auf 10g Trockenhefe oder 28g Frischhefe. Der Geschmack wird etwas milder sein, aber das Brot wird trotzdem lecker und gut aufgehen. Der Sauerteig ist nur für die Komplexität des Geschmacks.
Q: Warum ist mein Brot so flach geblieben?
A: Roggen hat wenig Gluten, daher geht es weniger auf als Weizen. Wenn es zu flach ist, könnte der Teig zu wenig Wasser haben oder die Hefe war nicht aktiv genug. Stelle sicher, dass dein Wasser nicht zu heiß ist (max. 35°C), sonst tötet es die Hefe. Auch eine zu kurze Gehzeit kann schuld sein. Gib dem Teig mehr Zeit.
Q: Wie lange muss ich den Teig gehen lassen?
A: Für das Grundgehen reichen 1 Stunde. Für die zweite Gehzeit (nach der Formgebung) 45–60 Minuten. Wenn du die Cold Fermentation im Kühlschrank nutzt, lass den Teig 12–16 Stunden gehen. Das verbessert das Aroma enorm.
Q: Kann ich das Brot in einer Brotform backen?
A: Ja, du kannst den Teig in eine eingefettete Brotform füllen. Die Formgebung ist dann einfacher, aber die Kruste wird weniger knusprig als beim Backen im Topf. Es ist eine gute Alternative, wenn du keine Gussform hast.
Letzte Gedanken
Das Rustikale Erntebrot mit Kürbiskernen ist mehr als nur ein Rezept. Es ist eine Einladung, innezuhalten, die Aromen des Herbstes zu genießen und mit anderen zu teilen. Es erfordert keine Perfektion, nur ein wenig Geduld und Liebe. Ich hoffe, du wirst dieses Brot bald backen und es wird zu einem Teil deiner eigenen Herbsttraditionen. Wenn du es machst, lass es mich wissen! Teile ein Foto auf Pinterest oder kommentiere hier unten, wie es dir gelungen ist. Ich lese jeden Kommentar und freue mich über dein Feedback. Viel Spaß beim Backen und einen wunderbaren Erntedank!
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Rustikales Erntebrot mit Kürbiskernen
- Total Time: 3-4 Stunden
- Yield: 1 Laib 1x
Description
Ein rustikales Roggen-Kernbrot mit intensiver nussiger Note, das sich perfekt für den Herbst und Erntedank eignet. Es bleibt tagelang saftig und ist einfach in der Zubereitung.
Ingredients
- 500g Pumpernickel- oder dunkles Roggenmehl
- 200g Weizenmehl (Type 550)
- 150g ungesalzene, trockene Kürbiskerne
- 400ml Wasser
- 21g Frischhefe (oder 7g Trockenhefe)
- 200g Sauerteig (optional)
- 10g Salz
- 1 Esslöffel Honig oder Malzextrakt (optional)
Instructions
- Roggenmehl, Weizenmehl, die Hälfte der Kürbiskerne, Hefe, Sauerteig (falls verwendet), Salz und Honig/Malz in einer großen Schüssel vermengen. Wasser hinzufügen und mit einem Holzlöffel oder einer Backkarte mischen, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind. Teig 30 Minuten ruhen lassen.
- Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche mit feuchten Händen 5–7 Minuten kneten oder falten, bis er glatter und elastischer wird. Teig in die Schüssel zurücklegen, abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
- Teig zu einem runden Laib formen, die Oberfläche unter dem Teig zusammenziehen und in ein mit Mehl bestäubtes Gärkörbchen oder eine Schüssel mit Tuch legen. Nahtseite nach oben. Teig 45–60 Minuten gehen lassen, bis er sich vergrößert hat.
- Ofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Einen schweren Gusseisentopf mit Deckel mindestens 30–45 Minuten im Ofen mit erhitzen.
- Teig vorsichtig in den heißen Topf stürzen. Die restlichen Kürbiskerne sanft in die Oberseite drücken. Topf abdecken und 20 Minuten bei 230°C backen. Deckel abnehmen und weitere 20–25 Minuten bei 200°C backen, bis die Kruste dunkelbraun und knusprig ist.
- Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Gitter mindestens 1 Stunde komplett abkühlen lassen, bevor es angeschnitten wird.
Notes
Der Teig ist sehr klebrig, das ist normal für Roggenbrot. Für ein tieferes Aroma kann der Teig 12–16 Stunden im Kühlschrank gehen (Cold Fermentation). Kürbiskerne können vor dem Einbacken kurz in der Pfanne geröstet werden. Bei zu schneller Bräunung der Kruste mit Alufolie abdecken.
- Prep Time: 45 Minuten
- Cook Time: 45 Minuten
- Category: Brot
- Cuisine: Deutsch
Nutrition
- Serving Size: 1 Scheibe
- Calories: 250
- Sugar: 2
- Sodium: 600
- Fat: 8
- Saturated Fat: 1
- Carbohydrates: 40
- Fiber: 5
- Protein: 7
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